Jeder hier im Ruhrgebiet kennt den Kraftausdruck, der mit diesen Worten beginnt. Das fehlende Wort ist eines, dass man normalerweise so nicht schreibt, schon garnicht in der Titelseite einer Zeitung.
Ich hoffe ja stark, dass es an dem Geldmangel liegt, dass man einen externen Artikel eingekauft hat und nicht weiter redaktionell überarbeitet hat. Aber da hat die WAZ schon einen starken Missgriff getan!
Fabian von Poser, Jg 69, damit aufgewachsen in der Zeit, als sich viele von traditionellen Werten abwandten und damit auch vom Christentum, ist Reiseschriftsteller und nach seinem Stil zu urteilen sicher auch erfolgreich. Bücher über Argentinien und Namibia sind im Netz zu finden. Ich habe sie nicht gelesen, hoffe aber, dass sie nicht nur gut geschrieben, sondern auch gut recherchiert sind.
Dieser Artikel ist es sicher nicht. So viel hätte jeder im Religionsunterricht mitbekommensollen, wenn er nicht abgemeldet worden wäre. Nun, Herr von Poser muss die Grundlagen des christlichen Glaubens nicht kennen, auch wenn ihm damit etwas wesentliches entgeht. Aber als Schriftsteller, der darüber berichtet, ist es ein arger Kunstfehler, das nicht zu wissen. Die Beschreibungen von dem bunten Treiben in Jerusalem sind zwar amüsant, doch Randszenen zu schildern und das Hauptgeschehen zu verhunzen – wie ist das zu bewerten?
Nun, Herr von Poser, Jesus wurde nicht an der Grabeskirche gekreuzigt sondern auf Golgatha. Ein kurzer Blick in den Schluss eines der Evangelien (zu finden in der Bibel, zu Beginn des zweiten Teils “Neues Testament” bei den Verfassern Matthäus, Markus, Lukas oder Johannes) hätte genügt sich ausreichend zu informieren. Und, es kommt noch besser: Jesus ist nicht nur für die Sünden der Welt gestorbe, genauer gesagt für unsere Schuld, sondern ist nicht im Grab geblieben. Er liegt nicht in dem Grab
sondern ist auferstanden!
Deshalb der Ostergruß der Christen:
Christus ist auferstanden!
.



Noch ein Nachtrag:
Die Diskussion über die Art der Auferstehung ist ja nicht neu. Pilatus, der römische Statthalter, sagte, der Leichnam wäre gestohlen worden. Rudolf Steiner schreibt im 5. Evangelium, er wäre in eine Erdspalte gerutscht, moderne Theologen verkündeten, er wäre nur in die Verkündigung auferstanden,Mohammed schrieb, dass er noch nicht einmal gekreuzigt worden sei und auch ansonsten gibt es alle möglichen Theorien.
Die ersten Christen haben die Auferstehung physisch erfahren. Spätere, wie Paulus bis hin zu mir selbst, auf andere Weise.
Es ist allerdings für die einen ein intellektuelles Ärgernis, für andere ein großer Blödsinn, wie selbst Paulus schreibt, aber für Christen, die die Auferstehung Jesu erfahren haben, ist es eine Gotteskraft.
Deshalb verstehen Christen den Begriff Glauben auch umfassender als ein einfaches Fürwahrhalten. Es ist eine Erfahrung der Gotteskraft.
Ich verstehe Ihre Erläuterungen. Die erste Aussage könnte man so tatsächlich stehen lassen und es wird dort an dem Ort ja auch an beides gedacht. Das hätte ich auch so alleine stehen lassen.
Die zweite Aussage ist da schon brisanter. Ob Jesus irgendwo begraben liegt oder wurde ist ein elementarer Unterschied, ja, berührt das Fundament des christlichen Glaubens. Christen haben erlebt: Christus ist auferstanden.
Ich fand den Beitrag ansonsten ganz interessant, das müsste eigentlich auch erkennbar sein. Als Scheiße habe ich ihn nicht bezeichnet. Das war die Überschrift in dem Artikel. Oh du Heilige
Die Punkte sind von mir. Dies ist ein gebräuchlicher Ausruf hier im Ruhrgebiet und so bekannt wie ‘Leck mich’, was auch ohne den Rest eine Aussage ist. Ich verstehe ihre Mail nun so, dass diese Überschrift nicht von Ihnen ist. Gehe ich da richtig? Diese Überschrift verschiebt nämlich die ganze Tendenz des Artikels.
Wenn ich das richtig sehe, dann monieren Sie zwei Sachverhalte:
)), das halte ich für etwas übertrieben.
1. “…der Ort, an dem Jesus nicht nur gekreuzigt, sondern auch begraben worden sein soll…”: Natürlich gibt es da verschiedene Auffassungen, aber ich kann nicht feststellen, was an diesem Satz verkehrt sein soll. Zuerst steht da “soll”, das heißt, meine Aussage ist keine definitive Festlegung. Einige Wissenschaftler behaupten, dass der Fels in der Grabeskirche der Hügel Golgota gewesen sein könnte. Und selbst wenn Jesus auferstanden ist, wie Se sagen, liegt hier nach Auffassung einiger das “Grab” Jesu, Auferstehung hin oder her.
2. “..an der 14. Station der Via Dolorosa… soll Jesus begraben liegen…” Da haben Sie natürlich recht, es müsste besser “…begraben worden sein…” heißen, wenn man die Auferstehung miteinbezieht. Aber gut, deswegen den ganzen Beitragals “Scheiße” zu bezeichnen, ums Mal auszusprechen
Fabian von Poser
Journalist