Kein Platz für Kinder

Hört sich gut an, nur fünf Kinder pro Tagesmutter, aber tatsächlich steckt da mehr hinter.

Die rot-grüne Landesregierung will die Regelung ändern, wie viele Kinder Tagesmütter betreuen können. Wie bisher soll die Gruppengröße bei 5 Kindern liegen. Bisher konnten aber Tagesmütter drei weitere Kinder, quasi im Schichtbetrieb, betreuen, wenn z.B. drei nur Vormittags da waren, konnten nachmittags drei andere kommen.

Das soll nun unterbunden werden, weil man die frühkindliche Bildung verbessern will. So die Begründung.

Doch wer darüber nachdenkt wird sich wundern. Wieso soll die Bildung schlechter sein, wenn doch die Gruppengröße nur bei 5 Kindern liegen wird. Und wenn die drei Kinder dann in einen Kindergarten mit 25 Kindern in einer Gruppe sind wird das dann besser? Gut, dann sind normalerweise mehrere Kräfte anwesend, aber tatsächlich ist oftmals nur eine real verfügbar, weil die anderen anders beschäftigt sind. (Sich intensiv um ein anderes Kind kümmern müssen z.B. Das ist wahrscheinlicher, je mehr Kinder in der Gruppe sind.)

Ich denke aber, es geht hier nicht um die Bildung, sondern um das Durchsetzen einer staatlichen Kontrolle der Bildung. Man will eben keine Tagesmütter mehr. So macht man nach und nach den Beruf zunehmend unattraktiv. So bekommen Tagesmütter pro Kind 3 Euro netto die Stunde und man muss anmerken, dass die Kinder wohl meist nicht 8 Stunden bei der Tagesmutter sind. Maximal käme sie auf einen Stundenlohn von 15 Euro. Mit drei zusätzlichen Kindern würde sich der maximale Satz nicht ändern, nur die Zeitdauer, in der sie einen höheren Satz bekäme. In der Zeit, wo sie nur ein Kind betreut, liegt sie bei 3 Euro!

Trotzdem ist das ein Beruf, den sich anscheinend viele Frauen vorstellen und den sie auch gerne machen. Ich bin jetzt mal ganz böse: Das dürfen sie aber nicht, sondern sie sollen vielmehr Manager in Großunternehmen werden. Auch wenn sie dazu meist keine Lust haben.

Es passt zu einer Ideologisierung, wie wir sie jetzt betrachen können. Nicht das soll gemacht werden, was die Menschen wollen, was für eine nachhaltige Gesellschaf sinnvoll wäre, sondern das, was von der ideologischen Ausrichtung her richtig zu sein hat.

Nun ja, es werden sich auch weiterhin Frauen finden, die das gerne machen, die das kleine Einkommen in Kauf nehmen und es wird auch weiterhin Aktivistinnen geben, die die Gehalts unterschiede anprangern werden.

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