Was sagt die Offenbarung wirklich?

Mai 25th, 2011

Eine interessante Diskussion hatte ich auf Facebook.

Es wurde bereits in den 1920er Jahren berechnet, dass die Spitze der Ölförderung um 2000 liegen würde. Ohne die Warnungen wären keine sparsameren Autos entwickelt worden usw. Jona-Effekt. Und die Berechnungen sind deshalb nicht klar, weil das kein statisches System ist, sondern sich verändert.
Ich frage mich: Beschreibt die Offenbarung wie Gott handeln will, oder das, was wir uns einbrocken?

http://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=228670297147837&id=100000119847490&ref=notif¬if_t=share_reply

Kommentar von HE: Die Offenbarung hat sicher zwei Ebenen: Zum einen will sie Menschen in einer bestimmten situation etwas im Namen gottes sagen (wie übrigens jeder Text der Bibel…) und zum zweiten beschreibt sie Grundbefindlichkeiten des Verhältnisses zwischen Gott und Mensch, die nicht nur in einer konkreten Situation, sondern eigentlich immer bis zur Wiederkunft Christi gültig sind. Darüber muss man, denke ich, nicht diskutieren. Offen ist aber, ob die Offenbarung noch eine dritte Ebene hat, eine Ebene, die uns erlaubt, einen Blick in die Zukunft zu tun. Und da würde ich sagen: Unbedingt ja ! Unbedingt ja deshalb, weil wir durch die Offenbarung wissen, wie die Geschichte der Welt ausgehen wird (Jesus wird siegen, das ist sicher) und weil wir einen kleinen Blick in den Himmel werfen dürfen. Den Versuch aber, darüber hinaus Zeiten und Zeichen heraus zu lesen, halte ich für falsch. Schon deshalb, weil Jesus uns ausreichend deutlich sagt, dass wir nicht spekulieren, sondern jederzeit wachsam sein sollen.

HS: ‘sondern jederzeit wachsam sein sollen’
Eben!Wir sollen nicht sagen, die Unglücke werden eh so passieren wie es in der Offenbarung stehen, sondern und dageben stemmen. Nicht sagen Ninive wird eh untergehen, sondern hingehen und Umkehr predigen und eigentlich auch selbst tun.

HE: Ich glaube nicht, dass Gott besonders freundlich mit uns umgeht, wenn wir eines Tages sagen: “Wir haben Deine Welt kaputtgehen lassen weil wir Dir die Arbeit abnehmen wollten.” Überhaupt glaube ich, dass es eine Irrlehre ist, zu sagen, dass die Welt untergeht. Die Welt wird gerichtet – und das heißt, dass zurecht gebracht wird. Das ist was anderes als zerstört.

HS:Laut Genesis ist uns Menschen die Erde übertragen worden und die Aufgabe, dafür zu sorgen. Damit auch die Macht, sie zu zerstören. Menschen haben schon oft Ökosysteme zerstört und damit ihre Lebensgrundlagen. So umfassend wie heute aber bisher nicht.
‘gerichtet’ Ich denke, da handelt es sich um eine semantische Gleichheit der Worte nicht der Begriffe. Ich kenne den Urtext nicht, aber da ist sicher von richten im Sinne von Anhören nicht von Herstellen die Rede.

HE: ‎”gerichtet” meint nicht “hingerichtet”, sondern “aufgerichtet”. Aufgerichtet wird die göttliche Gerechtigkeit. Und die lässt keine Ungerechtigkeit zu. Wie konkret dieses Gericht abläuft, dürfen wir aber, denke ich, getrost Gott überlassen.

HS:Ich bin kein Sprachwissenschaftler für Griechisch, aber diese Deutung ist nur im Deutschen so möglich, weil die Worte ähnlich sind. Versuche nur mal deinen Beitrag ins Englische zu übersetzen.
Ich denke: Gerichtet meint angehört und beurteilt, nicht getötet oder aufgestellt.
Im übrigen haben wir ja durchaus Einfluss auf dieses Gericht Gottes. Die Bibel ist ja voll von diesen Aussagen. Leider machen wir das ja gerade nicht.

HE: im griechischen steht für das deutsche “Gerechtigkeit” “dikaiosynä”, im Hebräischen “Zedakah”. Beides meint ein Verhalten, das Gemeinschaft fördert und baut. Und das bekommt man nicht hin, wenn man Menschen hinrichtet.

Warum kann Samsung keine Handbücher schreiben.

Mai 23rd, 2011

Meine Güte, das Handbuch von Samsung ist ja so etwas von schwach. Ich hatte ja schon mal über die AGBs geschrieben http://blog.jrsch.de/2011/05/05/was-hat-samsung-zu-verbergen/ aber das Handbuch ist ähnlich schwach gemacht.

Ganz ausführlich wird detailliert beschrieben, wie man das machen muss, was man auch ohne Handbuch intuitiv finden kann. Doch dann kommt eine etwas schwierigere Einstellung und dann geht die Geschichte los.

Eigentlich wollte ich nur eine alte SMS nachlesen, doch wo finde ich die? Schnell meine Tochter angerufen, die sich das gleiche Gerät gekauft hat. “Nachrichten? Na unten!” Unten? Ich fand nichts. Dann kam meine Tochter hoch und wir verglichen die Handys. Tatsächlich, sie hatte in der Schnellstartleiste 4 Einträge und ich nur 3. Das kann man doch sicher schnell ändern, irgendwie… das muss doch gehen…

Eine Viertel stunde später gaben wir auf. Morgen muss ich ja eh zum Händler und der kann mir das dann zeigen.

Freundlich kam am nächsten Tag auch  gleich ein Verkäufer auf mich zu. “Was möchten Sie? Ach das ist kein Problem, dass kann man schnell ändern, irgendwie… das muss doch gehen…” Nach einer ganzen Zeit, in der er die gleichen Lösungsversuche machte wie ich kam der nächste Verkäufer. “Ach das ist kein Problem, dass kann man schnell ändern, irgendwie… das muss doch gehen…” Schließlich war endlich der Kollege frei, der auch ein Android-System hatte. Auch er probierte alles in der gleichen Weise durch wie wir anderen fünf, doch dann hatte er die rettende Idee. “Ich ruf mal einen Kollegen an, der hat das gleiche Gerät.”

Endlich hatten wir jemanden, der uns weiter helfen konnte und tatsächlich, es war ganz einfach.

Möchten Sie wissen, wie es war? Rufen Sie einfach den Kollegen an. Vielleicht veröffentlicht Samsung dann beim nächsten Gerät kein Handbuch mehr, sonder speichert die Nummer von dem Kollegen direkt in das Handy als Voreinstellung…

Was hat Samsung zu verbergen?

Mai 5th, 2011

Ein neues Smartphone Galaxy gekauft und ich bin mit dem was ich bis jetzt habe doch ziemlich angetan. Ist schon beeindruckend, was so möglich ist.

Nur schade, dass ich die Samsung Apps nicht nutzen kann. Sollte eigentlich sehr einfach sein, dachte ich. Doch dann merkte ich, dass ich sie nur nutzen kann, wenn ich die Geschäftsbedingungen blind abklicke. Lesen kann man sie nämlich nicht. In der Form wie sonst Betrüger und Abzocker es machen, die etwas verheimlichen wollen, sind diese nämlich so formatiert, dass die Buchstaben auf dem Display nur noch als  Punkte erscheinen oder nach dem Vergrößern eine reale Breite von ca einem Meter haben, und das mit links-rechts Scroll zu lesen ist praktisch unmöglich.

Warum macht ein Unternehmen wie Samsung so etwas? Hat es etwas zu verbergen? Eigentlich müsste das doch inzwischen jemanden aufgefallen sein! Mit einigen Tricks kann man das nämlich lesbar bekommen. Warum darf aber der einfache Nutzer nicht die  AGBs lesen?

Mal sehen. Ich fragte mal bei Samsung nach, bei der Adresse, die ich bei den Apps fand:

ApplicationStore@samsung.com

Sehr geehrte Damen und Herren,

auch wenn es unmodern erscheint, möchte ich doch gerne die Geschäftsbedingungen lesen können, bevor ich sie akzeptiere.

Dies auch, wenn ich mit dem Smartphone arbeite. Das ist auf dem Smartphone durch die gewählte Darstellung nicht möglich und auf dem normalen Bildschirm auch nur über Umwege.

Was hat Samsung zu verbergen, dass Sie die Geschäftsbedingungen nicht deutlich offen legen wollen?

MfG

Horst Schulze

Tja, die Mailadresse scheint nicht zu funktionieren, jedenfalls kam da die Nachricht, dass sie nur zum Senden von Mails genutzt würde. Ist gar nicht so einfach etwas zu melden oder sich zu beschweren. Ist vielleicht Kritik unerwünscht?

Der Presseabteilung kann man Feedback geben, allerdings nur als Redaktion!!

Ist gar nicht so einfach so etwas loszuwerden. Geht wohl nur als Brief oder Fax oder über die Hotline. Alles Gebührenpflichtig.

Wenn jemand von den Lesern vielleicht Kontakt zu Samsung hat – fragt doch mal die Geschäftsleitung. Wenn jemand einen Link hat, der zeigt, was Samsung da verbergen will, bitte setzt ihn in einen Kommentar.

PS.: Ich habe soeben festgestellt, dass anscheinend jetzt die APPs funktionieren, obwohl ich nie den AGBs zugestimmt habe. Jedenfalls taucht das Fenster nicht mehr auf. Finde ich interessant!

Wieder modern: Antisemitismus in der Kirche

April 23rd, 2011

Haben die Verantwortlichen in meiner Kirche eigentlich nichts aus der Vergangenheit gelernt?

Gestern war es das Weltjudentum, der Finanzjude, vorgestern die Christusmörder und was ist es heute? Hinter modernen Formulierungen kaschiert sich der gleiche Geist des Antisemitismus wie schon immer. Und leider auch wieder aus leitenden Kreisen der Kirche, genauer gesagt, der evangelischen Kirche von Westfalen. Und wer sich die ganzen Erklärungen sparen will, kann auch gleich unten die Fragen an die Landessynodalen lesen.
Natürlich streiten die modernen Antisemiten es ab, antisemitisch zu sein, aber “man wird ja noch mal was sagen dürfen. Man wird doch noch mal Kritik üben dürfen…”

Darf man auch. Man darf auch Kritik an Israel üben. Es darf nur nicht als Alibi für einen modernen Antisemitismus herhalten! Aber es ist bequem Israel zu kritisieren, statt die Palästinenser. Israel bedroht keine Menschen für ihre Kritik. Kritische Opposition und harte Diskussionen gibt es in Israel selbst zu Hauf und an einigen Punkte lebt man dort eben im Dissens. Selbst das Herunterreißen von israelischen Fahnen oder deren Verbrennung wird sicher nicht gern gesehen, aber ertragen, sogar wenn das deutsche Polizisten machen. Versuchen Sie das mal in ähnlicher Form mit den Palästinensern.

Daher ist die neue Form des Antisemitismus bequem: Man kritisiert einfach Israel. Und da Antisemiten ihre Kritik auch meist nicht begründen wollen oder können, kritisiert man sie einfach ohne Begründung oder Beweise. Die wird auf Nachfrage auch nicht nachgeliefert.

So etwas wird auch üble Nachrede oder Verleumdung genannt.

Im Juni letzen Jahres, direkt nach der Enterung der Gaza-Flottille, eröffentlichte der Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen eine Stellungnahme. http://www.evangelisch-in-westfalen.de/ansicht/artikel/auf-rache-verzichten/ So kurz danach, dass eigentlich eine Beurteilung der Fakten überhaupt noch nicht möglich war, geschweige denn das Einholen einer unabhängigen Beurteilung. So kurz danach, dass man annehmen muss, sie war eigentlich schon vorher fertig gewesen.Natürlich verurteilte die Erklärung die Enterung. “… Israel hat internationales Recht gebrochen…” Nun, fies wie ich bin habe ich einfach mal nachgefragt, ob der Präses mir da genauer sagen kann, was er meinte. Doch die Antwort von Kirchenrat Duncker war unbefriedigend, abwimmelnd. duncker-2010-06.pdf
Nun beschäftigte ich mich selbst mit dem Fall. Was gab es denn für den Fall für internationale Gesetze? Ich fand heraus: Keine! Das Kriegsrecht der Genfer Konvention deckte diesen Fall nicht ab, aber internationale Juristen haben im San Remo Manual im Sinne der Genfer Konvention dies weiterentwickelt. Des Manual ist von den meisten Staaten nicht ratifiziert worden, auch nicht von Israel, was aber nichts daran ändert, dass diese Handreichung i.a. beachtet wird. Also las ich das San Remo Manual – nicht alles, sondern die relevanten Stellen. Heraus kam eine etwas größere Stellunnahme seerecht.pdf die ich an den juristischen Kirchenpräsidenten Herrn Winterhoff schickte und eine kleinere Zusammenfassung für einen Freund gaza-2.pdf . Kurz zusammengefasst:

  1. Die Handelsschiffahrt darf nicht angegriffen werden.
  2. Eine Blockade muss ordentlich verhängt werden und international angekündigt, bzw. bekannt sein
  3. Die Bevölkerung darf nicht ausgehungert werden oder in ähnlicher Weise benachteiligt werden.
  4. Ein Schiff, dass die Blockade durchbricht oder deutlich zu erkennen gibt, dass es das will, ist quasi ein feindlches Schiff, ein Kriegsteilnehmer. Es kann gestoppt und aufgebracht werden.
  5. Man geht bei zivilen Blockadebrechern nicht von gewaltsamer Gegenwehr aus. Ist das der Fall, darf das Schiff angegriffen und notfalls auch versenkt werden.

Soweit eine wirklich kurze Zusammenfassung, die natürlich nicht alle Detail weitergibt. Die erste Kritik bezieht sich darauf, ob so eine Blockade überhaupt rechtmäßig ist. Diese Frage ist nicht beantwortbar. In wie weit ist Krieg rechtmäßig? Man kann nur fragen, ob die Blockade den internationalen Gepflogenheiten und Abkommen entspricht. Also:

  1. Handelt es sich um ein Handelsschiff oder Passagierschiff? Teilweise schon. Handelsgüter waren an Bord und auch Passagiere. Doch waren sie für einen gesperrten Hafen bestimmt und die Passagiere, so stellte sich nachher heraus, sollten wohl als menschliche Schutzschilde herhalten. Oder noch schlimmer, ihr Tod oder Verletzung wurde bewusst in Kauf genommen um damit den Angreifer zu diskreditieren.
    Ein Handelsschiff darf keinen gesperrten Hafen anlaufen, sonst ist es kein Handelsschiff mehr.
  2. Denn, die Blockade war allgemein bekannt und die Flottille war explizit aufgebrochen um diese Blockade zu brechen.
  3. DieBevölkerung in Gaza leidet. Das ist schon richtig. Aber das ist auch eine Folge des Krieges und nur teilweise der Blockade. Anscheinend ist es ja möglich Waffen hereinzuschmuggeln, man könnte ja auch zivile Waren schmuggeln. Israel hat angeboten, die Waren über Aschdod nach Gazu zu schicken. Das wurde abgelehnt und später wurde der Import verweigert, was zeigte, dass sie nicht wirklich nötig gewesen sein konnten. Israel änderte auch die Transferbestimmungen für Gaza, so dass mehr Import von Gütern möglich wäre.
    Die ganze Argumentation der sog. Unrechtmäßigkeit von Israels Aktionen bezog sich ja auf diese Tatsache, dass der Bevölkerung notwendige Sachen vorenthalten würden. Das stimmt aber so offensichtlich nicht. Sie müssen nur akzeptieren, dass die Waren über Aschdod angeliefert werden.
  4. Es ist wohl unbestritten, dass die Schiffe die Blockade brechen wollten. Also konnten sie auch gestoppt werden und das auch schon auf hoher See.
  5. Und wie deutlich zu sehen war, hatten die Schiffe sich auch nicht aufbringen lassen, sondern heftige Gegenwehr geleistet. Der Fehler Israels war, dass sie wohl damit nicht gerechnet hatten.

So, und jetzt warte ich noch immer auf eine Begründung der Aussage des Präses. Sie sollte nach dem Urteil der Untersuchungskommission kommen. Die lag im Januar vor. Nun bekam ich auf Nachfrage einen Brief, dass die Sache an die Experten weitergegeben wurde. Da ruht sie nun und wartet, dass Gras über die Sache wächst.

Ich habe mich als Schüler immer gefragt, wieso die Menschen und speziell die Kirche zu Beginn des dritten Reiches nicht deutlicher Stellung bezogen haben, nicht eindeutiger sich für die Juden ausgesprochen haben. Inzwischen verstehe ich es. Mich erschreckt dieser Antisemitismus in moderner Form. Behauptungen in den  Raum stellen, gesetzwidriges Verhalten vorwerfen und einfach Juden verleumden, ohne das in irgendeiner Weise begründen zu können, geschweige denn beweisen zu können – das ist Antisemitismus pur. Und das in meiner Kirche an oberster Stelle.

Auf Rache verzichten! Diese Forderung eines deutschen Bischofs muss bitter für Israelis sein, die sich unmittelbar in einem Überlebenskampf befinden. Vor allem, wo Israel das bereits mehrfach gezeigt hat. Es hat auf Rache gegenüber Deutschland verzichtet, mit Kriegsgegnern Ägypten und Jordanien Friedensabkommen geschlossen, hat ohne Gegenleistung Siedlungen geräumt, vor allem im Gaza-Streifen und bietet immer wieder Friedensgespräche an. Aber Antisemiten finden dann etwas anderes zu kritisieren und meine Kirche an oberster Stelle auch.

Versuchen Sie es. Präses Buss sagte: “…rechtfertigt dies keinen offenen Bruch des internationalen Rechts.” Fragen Sie nach bei Präses Buss oder einem anderen Mitglied der Führung der Landeskirche, welches internationale Gesetz da gemeint ist. Es wird keine Antwort kommen. Er wird auch Ihnen nicht antworten, so wie er mir nicht geantwortet hat.

http://www.evangelisch-in-westfalen.de/wir-ueber-uns/landeskirche/praeses.html

Was wird demnächst passieren?

Es wird wohl bereits eine neue Gaza-Flotte ausgerüstet, die sicher wieder mit vielen zivilen Schutzschilden ausgestattet werden wird. Außerdem sind bereits zwei iranische Schiffe ins Mittelmeer gefahren. Nach dem Erfolg im letzten Jahr wird man es also wiederholen, diesmal mit Begleitung von Kriegsschiffen.

Israel wird reagieren müssen. Es wird zu Kampfhandlungen kommen, die Schiffe werden nicht von selbst stoppen und möglicherweise versenkt. Dann werden unsere Antisemiten wieder schreien und Israel verurteilen: Unangemessen, Bruch des Internationalen Rechts, zivile Opfer hätten vermieden werden müssen usw.

Niemand von ihnen wird den Iran oder die palästinensischen Drahtzieher dieser Aktionen verurteilen. Das wäre ja dann tatsächlich Bruch eines uralten Gewohnheitsrechtes der Antisemiten: Juden sind immer schuld. Juden darf man verurteilen, selbst wenn man die Anschuldigungen nicht  belegen kann.
Doch Schuld würden auch die tragen, die sich in die Kriegspropaganda einbinden lassen und egal was passiert, Israel die Schuld daran geben. – Auch unsere Kirche.

Liebe Mitglieder der Landessynode der evangelischen Kirche von Westfalen, billigen Sie diesen Kurs des Präses Buss und seines Beraters Kirchenrat Duncker? Wie wichtig ist es Ihnen, sich nicht nur in Worten als antisemitisch zu bezeichnen, sondern auch in Taten dies zu belegen? Ist ein Präses, der Juden ohne Begründung verurteilt, als Kirchenleiter unserer Kirche tragbar?

Oder muss Gott unsere Kirche noch mehr zurückstutzen, noch mehr segnen mit weniger Kirchensteuern?

Fast wie Porno-Seiten – WerdenGoogles Links unzuverlässig?

April 21st, 2011

Kann man sich auf Googles Links nicht mehr verlassen? Oder ist Googles Ad so defizitär, dass man mit allen Mitteln Geld in die Kasse holen muss, selbst mit anscheinend bewusst falschen Links?

Das letzte Mal hatte ich so etwas vor einigen Jahren erlebt. Man klickt auf einen Link und dann landet man auf einer Pornoseite. Diesmal war es nicht so schlimm.

Ich surfte durch verschiedene Seiten auf der Suche nach einer bestimmten Software. In einem Text fand ich einen Fachbegriff, ASP application, der als Link ausgeführt war. Man kennt so etwas von Wiki und ähnlichen Seiten. Hier kann man sich eine Erklärung für den Text geben lassen oder  bei dem Thema weitermachen.

Doch dann sah ich in der Adresszeile, wie ich ganz schnell von einer Seite auf die nächste weitergeleitet wurde, ich konnte nicht zählen aber es waren mindestens drei und schließlich landete ich bei Groupon! Was haben die mit Computertechnik zu tun?

Natürlich beschwerte ich mich bei Groupon! Ich habe mich sogar ziemlich aufgeregt, denn wenn so eine Praxis einreißen würde, dann könnte man sich auf keinen Link mehr verlassen. Die antworteten:

Der Eintrag auf der von Ihnen erwähnten Seite stammt von Google Ads. Die Groupon GmbH hat einen Vertrag mit Google, wo festgehalten ist, dass entsprechend Ad-Eintrgäge gemacht werden dürfen. Auf welchen Seiten dies geschieht, entscheidet Google.Auf der von Ihnen genannten Seite hat der Betreiber der Website den Eintrag von Google Ads zugestimmt.Wir bitte um Verständnis und freuen uns Ihnen geholfen zu haben.
Bitte??? Das war keine Werbung, das war Belästigung! Das war Täuschung, Betrug! Man kennt ja ähnliches von der Pop-Up Pest. Da taucht ein Werbepop-up auf und wenn man auf schließen drückt öffnet sich die Webseite und der Betreiber der Webseite muss für den Klick zahlen. Tut mir leid für den Seitenbetreiber, ich schließe die Seite immer sofort. Aber das geht wenigstens. Diese Seite öffnete sich nicht in einem neuen Tab oder Fenster, sondern ersetzte mein aktuelles Fenster. Und das ohne Möglichkeit zurückzukehren! (Es ging schließlich, wenn man mehrere Sekunden den ZURÜCK Knopf gedrückt hält.)Meine Konsequenz daraus ist, dass ich keinen Deal mit Groupon machen werde, wobei ich in der Vergangenheit durchaus öfter darauf geschaut habe. Bei Google beschweren würde wohl nichts bringen, aber wenn so ein Kunde merkt, dass ihm dadurch u.U. ein Schaden entsteht könnte das schon mehr bringen. Pech für Euch, Groupon, hätte auch jemand anderen treffen können. Beschwert Euch bei Google. Euch nehmen sie – hoffentlich – ernst. Spätestens, wenn ihr Geld zurückfordert.

Informiert Euch doch mal bei Groupon info@groupon.de ob das weiterhin so gehandhabt wird.

Die Antwort dürft Ihr gerne hier als Kommentar posten.

Und liebes Google Unternehmen. Ihr bietet einen guten Service und der ist ja auch nicht billig. Ich verstehe, dass ihr dafür Geld braucht. Aber bleibt bei einer Politik des fairen Informationsmanagement. Lasst es sein, falsche Informationen zu verbreiten, wie in diesem Fall. Wenn die Community Euch nicht mehr vertrauen kann, dann wird das auch nichts mehr mit den Werbeeinnahmen.

Endlich! Ehestreit gewonnen!

April 21st, 2011

Lange Jahre hat es gedauert, dieser Ehestreit, doch jetzt habe ich gewonnen. Eigentlich, wie so oft, ein nichtiger Anlass: Wäsche falten.

Jahrelang hat meine Frau das falsch gemacht. Tshirt genommen, Ärmel eingeschlagen und locker zusammengefaltet. Und jahrelang habe ich meiner Frau das gesagt, dass sie meine Tshirts nicht richtig faltet. Sobald man ein Tshirt aus dem Schrank nehmen will, fallen alle auseinander und man hat nur Chaos. “Wieso mich dass denn störe?”, meinte meine Holdeste. “Sonst wäre ich doch auch nicht so!” Typisch dieses Ablenkungsmanöver. Dabei weiß doch jeder, dass es ganz was anderes ist, wenn ich in der Werkstatt nicht ganz aufgeräumt habe, naja, auf jeden Fall finde ich meine Sachen immer, bzw. fast immer, zumindest nach etwas suchen. Ach, darum geht es doch nicht.

Auf jeden Fall habe ich  mich jetzt durchgesetzt. Als erstes habe ich ein Faltbrett gekauft und etwas damit geübt. Geht wirklich gut, ich hätte das vorher auch nicht gedacht. Vor allem sind die Sachen ziemlich gleich groß und fest zusammengepackt. Davon erzählte ich meiner Frau einige Zeit lang. Doch sie störte sich nicht daran. Alles blieb wie es war. Sie faltete meine Tshirts immer noch so komisch.

So nahm ich dann eines Tages ihren Freizeitanzug, den sie gerade vom Trocknen reingeholt  hatte, faltete ihn zusammen mit der Hose zu einem handlichen Stapel zusammen und präsentierte ihn meiner Frau. Die staunte. “Toll!”, sagte sie. “Das ist ja wirklich sehr gut gefaltet. Das hast du ja prima gemacht!”

Bitte, ich habe mich durchgesetzt. Jetzt falte ich die Tshirts und die Wäsche mit dem Faltbrett!

Mann musste ihr doch mal zeigen, wer hier der Herr im Hause ist. Wenn ich nur wüsste, warum sie so ein feines Lächeln auf den Lippen hat.

Horst Schulze

(©2011 Alle Rechte beim Autor, verlag@jrsch.de)

Ostern 2011: WAZ lässt Christen leiden

April 17th, 2011

Oh du Heilige …

Jeder hier im Ruhrgebiet kennt den Kraftausdruck, der mit diesen Worten beginnt. Das fehlende Wort ist eines, dass man normalerweise so nicht schreibt, schon garnicht in der Titelseite einer Zeitung.

Ich hoffe ja stark, dass es an dem Geldmangel liegt, dass man einen externen Artikel eingekauft hat und nicht weiter redaktionell überarbeitet hat. Aber da hat die WAZ schon einen starken Missgriff getan!

Fabian von Poser, Jg 69, damit aufgewachsen in der Zeit, als sich viele von traditionellen Werten abwandten und damit auch vom Christentum, ist Reiseschriftsteller  und nach seinem Stil zu urteilen sicher auch erfolgreich. Bücher über Argentinien und Namibia sind im Netz zu finden. Ich habe sie nicht gelesen, hoffe aber, dass sie nicht nur gut geschrieben, sondern auch gut recherchiert sind.

Dieser Artikel ist es sicher nicht. So viel hätte jeder im Religionsunterricht mitbekommensollen, wenn er nicht abgemeldet worden wäre. Nun, Herr von Poser muss die Grundlagen des christlichen Glaubens nicht kennen, auch wenn ihm damit etwas wesentliches entgeht. Aber als Schriftsteller, der darüber berichtet, ist es ein arger Kunstfehler, das nicht zu wissen. Die Beschreibungen von dem bunten Treiben in Jerusalem sind zwar amüsant, doch Randszenen zu schildern und das Hauptgeschehen zu verhunzen – wie ist das zu bewerten?

Jesus liegt begraben?

Nun, Herr von Poser, Jesus wurde nicht an der Grabeskirche gekreuzigt sondern auf Golgatha. Ein kurzer Blick in den Schluss eines der Evangelien (zu finden in der Bibel, zu Beginn des zweiten Teils “Neues Testament” bei den Verfassern Matthäus, Markus, Lukas oder Johannes) hätte genügt sich ausreichend zu informieren. Und, es kommt noch besser: Jesus ist nicht nur für die Sünden der Welt gestorbe, genauer gesagt für unsere Schuld, sondern ist nicht im Grab geblieben. Er liegt nicht in dem Grab

GEstorben im Grab?

sondern ist auferstanden!

Deshalb der Ostergruß der Christen:

Christus ist auferstanden!

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Ieh Bah! Himbeerjoghurt von Aldi!

April 16th, 2011

Ich habe selten so einen ekligen Joghurt gegessen wie diesen Gutbio Himbeerjoghurt. Mit 15 % Himbeeren! Das stand jedenfalls drauf. Waren sicher auch drin gewesen, wenn auch nicht in Form von Himbeeren, sondern als Tresterreste, die beim Auspressen von Himbeeren entstehen. Jede Menge kleine harte Stücke voller Kerne die den ganzen Joghurt durchsetzen. 20 g Tresterreste pro Joghurt bei 2-3 Euro das Kilogramm Fertigjoghurt, das wären zwar nur einige Cent aber immer noch ein stolzer Preis für Abfall.

Getarnt wurde das durch die Beigabe von Cerealien oder ähnlich. Da dachten die Leute sicher, das sind Körner. Ich habe mal Himbeersaft gemacht und weiß wie sich Himbeertrester im Mund anfühlt. (Hab ich natürlich mal probiert.)(Einmal!) (Falsch – inzwischen zweimal)

Naja, vielleicht reagiert Aldi demnächst mal auf meine Beschwerdemail.

Kein Platz für Kinder

April 13th, 2011

Hört sich gut an, nur fünf Kinder pro Tagesmutter, aber tatsächlich steckt da mehr hinter.

Die rot-grüne Landesregierung will die Regelung ändern, wie viele Kinder Tagesmütter betreuen können. Wie bisher soll die Gruppengröße bei 5 Kindern liegen. Bisher konnten aber Tagesmütter drei weitere Kinder, quasi im Schichtbetrieb, betreuen, wenn z.B. drei nur Vormittags da waren, konnten nachmittags drei andere kommen.

Das soll nun unterbunden werden, weil man die frühkindliche Bildung verbessern will. So die Begründung.

Doch wer darüber nachdenkt wird sich wundern. Wieso soll die Bildung schlechter sein, wenn doch die Gruppengröße nur bei 5 Kindern liegen wird. Und wenn die drei Kinder dann in einen Kindergarten mit 25 Kindern in einer Gruppe sind wird das dann besser? Gut, dann sind normalerweise mehrere Kräfte anwesend, aber tatsächlich ist oftmals nur eine real verfügbar, weil die anderen anders beschäftigt sind. (Sich intensiv um ein anderes Kind kümmern müssen z.B. Das ist wahrscheinlicher, je mehr Kinder in der Gruppe sind.)

Ich denke aber, es geht hier nicht um die Bildung, sondern um das Durchsetzen einer staatlichen Kontrolle der Bildung. Man will eben keine Tagesmütter mehr. So macht man nach und nach den Beruf zunehmend unattraktiv. So bekommen Tagesmütter pro Kind 3 Euro netto die Stunde und man muss anmerken, dass die Kinder wohl meist nicht 8 Stunden bei der Tagesmutter sind. Maximal käme sie auf einen Stundenlohn von 15 Euro. Mit drei zusätzlichen Kindern würde sich der maximale Satz nicht ändern, nur die Zeitdauer, in der sie einen höheren Satz bekäme. In der Zeit, wo sie nur ein Kind betreut, liegt sie bei 3 Euro!

Trotzdem ist das ein Beruf, den sich anscheinend viele Frauen vorstellen und den sie auch gerne machen. Ich bin jetzt mal ganz böse: Das dürfen sie aber nicht, sondern sie sollen vielmehr Manager in Großunternehmen werden. Auch wenn sie dazu meist keine Lust haben.

Es passt zu einer Ideologisierung, wie wir sie jetzt betrachen können. Nicht das soll gemacht werden, was die Menschen wollen, was für eine nachhaltige Gesellschaf sinnvoll wäre, sondern das, was von der ideologischen Ausrichtung her richtig zu sein hat.

Nun ja, es werden sich auch weiterhin Frauen finden, die das gerne machen, die das kleine Einkommen in Kauf nehmen und es wird auch weiterhin Aktivistinnen geben, die die Gehalts unterschiede anprangern werden.

(Wieder) Gefälschte Mail unterwegs!

April 9th, 2011

Vorsicht vor gefälschter Mail!
Ich bekam eine Einladung für Facebook-Goods, Sah täuschend echt aus, nur in Englisch – das könnte ja noch sein – aber an eine falsche Mailadresse, eine die nicht bei Facebook bekannt ist. Tatsächlich habe ich es zuerst nicht erkannt!
Der versteckte  Link führt auf russische Seiten: midiclxnf.#ru, medicaqen.#ru und nolpills.#com. Mein uraltes Mailprogramm pmail öffnet solche versteckten Links nicht. (Deshalb habe ich es ja)
Was auf den Seiten tatsächlich steht, will ich gar nicht wissen…
Wenn jemand von Euch es gerne ausprobieren will, kann er es uns ja wissen lassen, sobald er den Computer neu aufgesetzt hat :-)

PS: das # im Domainnamen ist dafür da, dass nicht versehentlich ein Link entsteht! Ich empfehle die Seiten nicht sondern warne davor und distanziere mich von allem Inhalt dort drin!